Die Volksrepublik China
China, mit seinen 1.3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt, ist ein autoritärer Staat. Er wird seit 1949 durch die Kommunistische Partei geführt. Die höchsten Ämter belegt Hu Jintao; er wurde 2008 gewählt und ist Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Staatspräsident und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission. Die Volksrepublik unterliegt in letzter Zeit einem starken Wandel. Lange wurde das Land streng kommunistisch regiert, wobei das Privateigentum untersagt war, und die Planwirtschaft herrschte. Nun wird eine sozialistische Marktwirtschaft angestrebt. Seit 2004 ist das Privateigentum in der Verfassung verankert. Vertreter von Unternehmen, Gewerkschaften und Bauern gewinnen in der Kommunistischen Partei zunehmend an Einfluss. Um die Demokratisierung zu fördern, werden bei parteiinternen Wahlen mehrere Kandidaten aufgestellt. Obwohl das Land zentralistisch regiert wird, verfügen die wirtschaftlich erfolgreichen Küstenprovinzen über beträchtliche Macht. Trotz dieser Fortschritte ist die Freiheit in China weiterhin eingeschränkt. So ist die Bildung von Organisationen untersagt, welche sich nicht der Partei unterordnen. Die Religion wird kontrolliert, um die Stabilität des Landes aufgrund von Aufständen fanatischer Sekten nicht zu gefährden. Zudem wird in China das Internet stark überwacht und zensiert.

Die Wirtschaftliche Situation in China

Lange war die Wirtschaftspolitik von der Einführung einer Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild geprägt. Die wirtschaftliche Situation unterlag in den letzten Jahrzehnten jedoch einem steten Wandel. 1979 wurden zwei Sonderwirtschaftszonen eingerichtet, in welchen wirtschaftliche Reformen getestet wurden. Diesen Sonderwirtschaftszonen folgten anschließend immer weitere. Deng Xiaoping propagierte im 1992 die sozialistische Marktwirtschaft. Da die Staatsbetriebe zunehmend Verluste ausweisen mussten, zog sich der Staat zunehmend aus diesen Betrieben zurück. Heute ist die Volksrepublik eine Wirtschaftsmacht und gehört zu den größten Exportnationen der Welt. Der Außenhandel entwickelt sich rasant, wobei ausländischen Unternehmen erlaubt ist, in China zu investieren. Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan und Korea. Aktuell wird daran gearbeitet, die industrielle Entwicklung von den Großstädten auf ganz China auszudehnen. Es werden Straßen, Bahnlinien und Flughäfen gebaut und in den Ausbau der Energie-, Wasser- und Stromversorgung investiert. Zudem sollen die Kranken- und Rentenversicherung ausgeweitet werden. Mit dem rasanten Wachstum nahm aber auch die Umweltbelastung zu. Mittlerweile herrscht in den chinesischen Großstädten die schlimmste Luftverschmutzung weltweit – was von der Regierung zunehmend wahrgenommen wird.

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